3. Konferenz des Projektes "Gute Wege" des ACE am 08.02.2017

 

ACE Konferenz 2017 0208.02.2017  - Aktive Mobilitätsformen auf der Konferenz des ACE

Aktive Mobilitätsformen standen im Fokus der dritten Konferenz des Projektes Gute Wege, die am 8. Februar in Frankfurt a.M. stattfand. Referenten zeigten an Beispielen aus der Praxis, wie es gelingt, dass Beschäftigte auf Fahrrad, Bus oder Bahn umsteigen und damit gesünder unterwegs sind.

Wie anstrengend ist Pendeln? Was kostet ein Dienstrad? Und warum ist es gut für die Gesundheit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren? Um diese und weitere Fragen ging es auf der Konferenz „Gesunde Mitarbeiter dank nachhaltiger Mobilität“, die das Team von „Gute Wege“ am 8. Februar im House of Logistics and Mobility in Frankfurt a.M. organisierte.

Vorteile von aktiven Verkehrsmitteln
Fast 100 Teilnehmer diskutierten gemeinsam über Möglichkeiten, den Arbeitsweg aktiver und nachhaltiger zu gestalten. So fährt die Mehrheit der Beschäftigten mit dem Auto zur Arbeit, was häufig zu Stress und Bewegungsmangel führt und das Risiko chronischer Erkrankungen deutlich erhöht. Radfahrer sind hingegen ein bis zwei Tage weniger krank im Jahr. Und auch wer mit Bus und Bahn fährt, bewegt sich durch die regelmäßigen Wege zur Haltestelle und das Umsteigen deutlich mehr als ein Autofahrer und hat seltener Übergewicht.

Praxisbeispiele zeigen, wie Umstieg gelingt
Diese Zahlen und Effekte sind unter Beschäftigen wenig bekannt, außerdem reichen sie meist nicht aus, damit Mitarbeiter vom Auto auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Auf der Konferenz präsentierten Referenten deshalb konkrete Ansätze aus der Praxis, die den Umstieg erleichtern.

Prämiensystem bei Kaiser + Kraft
Thomas Kniehl, Betriebsratsvorsitzender des Mittelständlers Kaiser + Kraft Europe aus Stuttgart, berichtete vom Prämiensystem des Unternehmens. Wer regelmäßig mit CO2-armen Verkehrsmitteln wie dem Fahrrad oder der Straßenbahn unterwegs ist, erhält am Ende des Jahres eine Geldprämie. Ihre Höhe richtet sich nach dem genutzten Verkehrsmittel und der Länge der zurückgelegten Strecke. Das Modell funktioniert – seit seinem Start kommen weniger Beschäftigte mit dem Auto zur Arbeit.

Dienstrad-Leasing bei Werner & Mertz
Einen weitere Möglichkeit, Mitarbeiter für aktive Mobilität zu begeistern, ist das Dienstrad-Leasing. Stephanie Gabler, Leiterin des Personalwesens bei Werner & Mertz aus Mainz, hat das Leasing im eigenen Unternehmen eingeführt. Seitdem können die Beschäftigten hochwertige Fahrräder kostengünstig über ihren Arbeitgeber beziehen und sie auch in der Freizeit nutzen. Werner & Mertz fördert das Radfahren außerdem mit überdachten Abstellplätzen und einer kostenlosen Ladestation für Pedelecs.

Ideen für Umsetzung in eigenen Unternehmen
Die anwesenden Gesundheitsmanager, Nachhaltigkeitsbeauftragten und Personaler konnten so zahlreiche Ideen für die Gestaltung der Mobilität in ihren eigenen Betrieben mit nach Hause nehmen. Dank der konkreten Beispiele und Erläuterungen wurde auch der komplexe Begriff Mobilitätsmanagement für viele der Teilnehmenden verständlicher.

Weitere Infos unter: https://www.ace.de/gute-wege/news/projekt-und-branchennews/details/article/volles-haus-bei-gute-wege-konferenz-in-frankfurt.html

Hier ein paar Impressionen: